Freundeskreis Mittelalternumismatik

Numismatischer Verein Halle e.V.
Kunstmuseum Moritzburg (Halle/ Saale). Landesmünzkabinett Sachsen-Anhalt.
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

17. Kolloquium, 25. und 26. Januar 2019 in Halle

Sehr geehrte Freunde der Mittelalternumismatik,

auch im Jahre 2019 möchten wir Sie und Ihre Freunde sehr herzlich zum 17. Treffen der Mittelalternumismatik nach Halle (Saale) einladen.

Freitag, 25. Januar 2019

Steintor-Campus, Emil-Abderhalden-Str. 26/28, Raum: SR 7

16.00-16.45 Uhr Dr. Thomas Arnold (Geithain): Was versteht man unter Hohlpfennigen?
16.45-17.30 Uhr Anika Tauschensky M.A. (Halle/Saale): Das Erschließungs-und Digitalisierungsprojekt der Fundmünzen des Landesamtes für Archäologie und Denkmalpflege Sachsen-Anhalts am Beispiel mittelalterlicher Fundmünzen
17.30-18.15 Uhr Horst Konietzko (Salzwedel): Vorstellung von Zuschreibungen bisher unbekannter Münzen
18.30 Uhr Gemeinsames Abendessen in der Halleschen Spezialitätenbrauerei "Kühler Brunnen", Große Nikolaistr. 2 (Nähe Markt)

Sonnabend, 26. Januar 2019

Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg, Hallescher Saal, Universitätsring 5 (Burse zur Tulpe)

10.00 Uhr Eröffnung
Sektion 1: Die Königserhebung des sächsischen Liudolfingers Heinrich vor 1.100 Jahren und der 800. Todestag Levons I. von Armenien
10.15-11.00 Uhr Dr. Sebastian Steinbach (Heidelberg): Königsdienst und Burgenbau, Grundherrschaft und Marktrecht – Wirtschaftliche Grundlagen der Herrschaft in der Zeit Heinrichs I. (919-936)
11.15-12.00 Uhr Dr. Stefan Moeller (Halle/Saale): Die Münzreform König Levons I. von Armenien (1198-1219) ? Fakten, Innovationen und Mysterien eines mittelalterlichen numismatischen Großprojektes
Sektion 2: Dissertationen und Projekte
12.00-12.30 Uhr Johannes Hartner (Wien): Münzprägung in der Babenberger Mark. Untersuchungen zur Monetarisierung und den dahinterstehenden Netzwerken im österreichischen Raum des 12. Jahrhunderts
12.30-13.15 Uhr Mittagspause
Sektion 3: Neue Publikationen
13.15-14.00 Uhr Dr. Manfred Mehl (Hamburg): Die Münzprägung des Bistums Naumburg/Zeitz im Mittelalter (Vorstellung des neuen Korpuswerkes)

Horst Ließ (Halle/Saale): Atlas der deutschen Münzbezeichnungen – Eine sprachlich-numismatische Betrachtung der aufgeprägten Münzbezeichnungen in Deutschland vor der Gründung des Deutschen Reiches 1871, Halle/Saale im Eigenverlag 2018
Sektion 4: Neue Ergebnisse der Forschung zur Numismatik des Mittelalters
14.00-14.30 Uhr Dr. Wilhelm Hollstein (Dresden): Der Brakteatenfund von Lichtenau 1985
14.30-15.00 Uhr Kaffeepause
15.00-15.30 Uhr Wolfgang Pechstedt (Halle/Saale): Bilinguale Münzen des Mittelalters nach Machtwechseln zwischen christlichen und islamischen Dynastien

Es wird ein Unkostenbeitrag von 15,00 Euro erhoben; Studenten haben freien Eintritt.

Organisation:
Dr. B. Rothenhäußer
Oleanderweg 37,
06124 Halle (Saale)
Tel. 0345- 8041450/ 0173-1010920
mail: b.rothenhaeusser@gmx.de

Rückblick 16. Colloquium, 26. und 27. Januar 2018 in Halle

Numismatischer Verein Halle e.V.
Kunstmuseum Moritzburg (Halle/ Saale). Landesmünzkabinett Sachsen-Anhalt.
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

16. Colloquium, 26. und 27. Januar 2018 in Halle

Sehr geehrte Freunde der Mittelalternumismatik,

auch im Jahre 2018 möchten wir Sie und Ihre Freunde sehr herzlich zum nunmehr 16. Treffen am 26. und 27. Januar 2018 nach Halle einladen.

Die Zusammenkunft findet am Sonnabend, 27.01.2018 von 10:00 bis 16:00 Uhr im Hallischen Saal in der "Burse zur Tulpe", Universitätsplatz 5, 06108 Halle statt.

Parkmöglichkeiten sind ggf. auf dem Friedemann-Bach-Platz vorhanden, bitte folgen Sie dem Parkleitsystem. Vom Bahnhof erreichen Sie die Universität mit der Straßenbahn Linie 7 (Richtung Kröllwitz) bis zur Haltestelle "Moritzburgring".

Die Teilnehmergebühr für die Tagung am 27.01.2018 beträgt:
15 EURO (inkl. Imbiss)

Organisation: Dr. B. Rothenhäußer (Oleanderweg 37, 06124 Halle/S., Tel. 0345-8041450, Mail: b.rothenhaeusser@gmx.de)

Programm

Freitag, 26.01.2018
Für die bereits am Freitag, den 26.01.2018 anreisende Gäste führt Herr Ulf Dräger ab 16:00 Uhr durch die Sonderausstellung "Begegnungen von Cranach bis Holbein" im Kunstmuseum Moritzburg. Danach werden ab 17:00 Uhr unbestimmte Münzen, die von Teilnehmern des Colloquiums per Foto inkl. Angabe von Durchmesser und Gewicht an horst.konietzko@gmx.de eingesandt wurden, von Horst Konietzko vorgestellt. Ein Abendessen wird dann im Restaurant "da Salvatore", Kleine Ulrichstr. / Ecke Bergstr. um 18:30 Uhr angeboten. Zur besseren Planung bitten wir hierfür um Ihre Anmeldung.
Sonnabend, 27.01.2018, 10:00 Uhr bis gegen 16:00 Uhr
10:00 Uhr Begrüßung
10:10 Uhr Klaus Giesen:
Die EILHARD-Denare
11:00 Uhr Christian Stoess:
Die schönsten zweiseitigen Münzen der Stauferzeit
12:00 Uhr Mittagspause
13:00 Uhr Alfred Knoke:
Bisher unbekannte (?) Brakteaten des Erzbistums Magdeburg
13:45 Uhr Dr. Thomas Arnold:
Hohlpfennige der Bischofsstadt Merseburg
14:30 Uhr Pause
15:00 Uhr Dr. Stefan Moeller:
Das neue Rom an der Moldau - römisch-byzantinische Ideologie und ihre Bilder in der Münzprägung der Prager Przemysliden des 12. Jahrhunderts
15:45 Uhr Horst Konietzko:
Auswertung "unbekannte Münzen"
15:55 Uhr Schlusswort / Ausblick

Rückblick 15. Colloquium, 27. und 28. Januar 2017 in Halle

Numismatischer Verein Halle e.V.
Stiftung Moritzburg. Landesmünzkabinett Sachsen-Anhalt
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

15. Colloquium, 27. und 28. Januar 2017 in Halle

Sehr geehrte Freunde der Mittelalternumismatik,

auch im Jahre 2017 möchten wir Sie und Ihre Freunde sehr herzlich zum bereits 15. Treffen nach Halle am 27. und 28. Januar 2017 einladen.

Das Treffen findet am Sonnabend, dem 28.01.2016 von 10:00 - 16:00 Uhr im Hallischen Saal in der "Burse zur Tulpe", Universitätsplatz 5, 06108 Halle (Saale) statt.

Parkmöglichkeiten sind ggf. auf dem Friedemann-Bach-Platz vorhanden, bitte folgen Sie dem Parkleitsystem. Vom Bahnhof erreichen Sie die Universität mit der Straßenbahn Linie 7 (Richtung Kröllwitz) bis zur Haltestelle "Moritzburgring".

Die Teilnehmergebühr für die Tagung am 28.01.2017 beträgt:
15 EURO (inkl. Imbiss)

Organisation: Dr. B. Rothenhäußer (Oleanderweg 37, 06124 Halle/S., Tel. 0345-8041450, mail: b.rothenhaeusser@gmx.de)

Programm

Freitag, 27.01.2017
Für die bereits am Freitag, den 27.01.2017 anreisenden Gäste wird Herr Ulf Dräger die mittlerweile stattliche Sammlung chinesischer Münzen im Kunstmuseum Moritzburg vorstellen. Während dieser Veranstaltung werden auch unbestimmte Münzen, die rechtzeitig vorher von Teilnehmern des Colloquiums per Foto inkl. Angabe von Durchmesser und Gewicht an (horst.konietzko@gmx.de gesandt wurden, unter der bewährten Leitung von Horst Konietzko besprochen. Beginn 16.00 Uhr im Kunstmuseum Moritzburg.

Ein Abendessen wird dann im "Goldenen Herz" Mansfelder Straße um 19.00 Uhr angeboten. Zur besseren Planung bitten wir hierfür um Ihre Anmeldung.

Sonnabend, 28.01.2017, 10:00 Uhr bis gegen 16:00 Uhr
10:00 Uhr Begrüßung
10:05 Uhr Dr. Barbara Simon, Präsidentin der Deutschen Numismatischen Gesellschaft:
Grußwort
10:15 Uhr Dr. Wolfgang Zeuge, Hamburg:
Süddeutsche Brakteaten
11:00 Uhr Michael Herrmann M.A., München:
Die Münzprägung der Herzöge von Andechs-Meranien 1180-1248
12:00 Uhr Mittagspause
13:00 Uhr Thomas Uhlmann, Leipzig:
Pegau oder Halle? Zur Zuschreibung der Münztypen aus dem Fund von Gerstenberg
13:45 Uhr Detlev Hölscher, Enger:
Die Mittelaltermünzen der Grafschaft Ravensberg - ein Beitrag zur Chronologie
14:30 Uhr Pause
15:00 Uhr Dr. Christian Speer:
Neue numismatische Horizonte? Der "Index Librorum Civitatum" – Verzeichnis der Stadtbücher des Mittelalters und der frühen Neuzeit, ein Instrument der historischen Grundlagenforschung
15:55 Uhr Schlusswort / Ausblick

Rückblick 14. Colloquium, 22. und 23. Januar 2016 in Halle

Numismatischer Verein Halle e.V.
Stiftung Moritzburg. Landesmünzkabinett Sachsen-Anhalt
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

14. Colloquium, 22. und 23. Januar 2016 in Halle

Sehr geehrte Freunde der Mittelalternumismatik,

auch im Jahre 2016 möchten wir Sie und Ihre Freunde sehr herzlich zum bereits 14. Treffen nach Halle am 22. und 23. Januar 2016 einladen.

Das Treffen findet am Sonnabend, dem 23.01.2016 von 10:00 - 16:00 Uhr im Hallischen Saal in der "Burse zur Tulpe", Universitätsplatz 5, 06108 Halle (Saale) statt.

Parkmöglichkeiten sind ggf. auf dem Friedemann-Bach-Platz vorhanden, bitte folgen Sie dem Parkleitsystem. Vom Bahnhof erreichen Sie die Universität mit der Straßenbahn Linie 7 (Richtung Kröllwitz) bis zur Haltestelle "Moritzburgring".

Die Teilnehmergebühr für die Tagung am 23.01.2016 beträgt:
10 EURO (inkl. Imbiss)

Organisation: Dr. B. Rothenhäußer (Oleanderweg 37, 06124 Halle/S., Tel. 0345-8041450 / 0173-1010920, mail: b.rothenhaeusser@gmx.de)

Programm

Freitag, 22.01.2016
Für die bereits am Freitag, den 22.01.2016 anreisenden Gäste wird ein Treffen mit Abendessen um 18.00 Uhr in der Osteria de Salvatore, Bergstr.7 (Ecke Kleine Ulrichstr.) angeboten. Zur besseren Planung bitten wir hierfür um Ihre Anmeldung.
Sonnabend, 23.01.2016, 10:00 Uhr bis gegen 16:00 Uhr
10:00 Uhr Begrüßung
10:10 Uhr Matthias Morgner, Waldenburg:
Materialanalysen an Prager Groschen zur Frage einer Groschenmünzstätte Wolkenstein
11:00 Uhr Ulrich Fach, Zerbst:
Ein neuer Brakteatenfund von Brumbach bei Wippra
11:30 Uhr Roger Svensson, Stockholm:
Periodische Münzverrufung als eine Geldsteuer – Bedingungen für den Aufstieg und Niedergang der Brakteaten-Wirtschaft.
12:00 Uhr Pause
12:15 Uhr Wolfgang Pechstedt, Halle:
Silberne Münzen vom Goldmünzenstempel. Zwei Beispiele aus dem Mittelalter
12:45 Uhr Mittagspause - Essen wird im Hause zum Selbstkostenpreis angeboten.
13:30 Uhr Manfred Mehl, Hamburg:
Brakteaten der Münzstätte Naumburg
14:00 Uhr Stefan Möller, Halle:
Die Dukatenprägungen der siculonormannische Könige Roger II. und Wilhelm I. – politische Hintergrund, Ikonographie und numismatische Bewertung
14:30 Uhr Alfred Knoke, Magdeburg:
Magdeburger Hohlpfennig des 14. Jh. - unediert
14:45 Uhr Jochen Schäfer, Lohfelden und Thomas Arnold, Geithain:
Fritzlar - Herkunftsort eines bisher vermeintlichen Heiligenstädter Hohlpfennigs
15:00 Uhr Pause
15:15 Uhr Neuigkeitendienst:
Neue Literatur, neu entdeckte Münzen, neue Funde
15:30 Uhr Horst Konietzko, Salzwedel:
Unbekannte Mittelaltermünzen
15:50 Uhr Schlusswort / Ausblick

Rückblick 13. Colloquium, 23. und 24. Januar 2015 in Halle

Numismatischer Verein Halle e.V.
Stiftung Moritzburg. Landesmünzkabinett Sachsen-Anhalt
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

13. Colloquium, 23. und 24. Januar 2015 in Halle

Sehr geehrte Freunde der Mittelalternumismatik,

auch im Jahre 2015 möchten wir Sie und Ihre Freunde sehr herzlich zum nun 13. Treffen nach Halle am 23. und 24. Januar 2015 einladen. Wie im letzten Jahr findet die Zusammenkunft

am Sonnabend, dem 24.01.2015 von 10:00 Uhr bis gegen 16:00 Uhr im Hallischen Saal in der "Burse zur Tulpe", Universitätsplatz 5, 06108 Halle (Saale) statt.

Parkmöglichkeiten sind ggf. auf dem Friedemann-Bach-Platz gegeben, bitte folgen Sie dem Parkleitsystem. Vom Bahnhof erreichen Sie die Universität mit der Straßenbahn Linie 7 (Richtung Kröllwitz) bis zur Haltestelle "Moritzburgring".

Für die bereits am Freitag, den 23.01.2015 anreisenden Gäste werden Übernachtungsmöglichkeiten im Hotel Ankerhof (Ankerstraße 2, 06108 Halle (Saale), Tel. 0345/23 23 200 zu Sonderpreis angeboten. Bitte reservieren Sie direkt im Hotel mit der Referenz "Dr. Rothenhäußer" bis zum 30.11.2014.
Preis: 2 Pers. 90,00 EURO

Die Teilnehmergebühr für die Tagung am 24.01.2015 beträgt: 15 EURO (inkl. Imbiss).

Organisation:
Dr. B. Rothenhäußer
Trakehner Str. 25
06124 Halle (Saale).
Tel. 0345-8041450
0173 1010920
mail: b.rothenhaeusser@gmx.de

Programm

Freitag, 23.01.2015
17:00 Uhr Führung durch das Halloren Schokoladenmuseum, Delitzscher Str. 70, 06112 Halle (Saale); Straßenbahn Linie 7 (Richtung Büschdorf bis zur Haltestelle "Fiete-Schulze-Straße").

Wenn Sie mehr über den Ursprung der Schokolade und die Tradition von Halloren wissen möchten, ist das Halloren Schokoladenmuseum für Sie der ideale Ort. Die 900 m² große Ausstellung glänzt durch eine abwechslungsreiche Präsentation, interessante Hintergrundinformationen und bietet eine Vielzahl von Schokoladen-Kunstwerken, wie z. B. das einzigartige Halloren Schokoladenzimmer, das aus 1400 kg Schokolade und 300 kg Marzipan gestaltet wurde. Ein weiteres Highlight im Schokoladenmuseum ist der Schaugang mit Panoramablick in die Halloren Confiserie. Hier werden feinste Pralinen und Trüffel produziert und dekoriert. Die ca. 2000 m² große Fabrikhalle ist seit 2007 in Betrieb und mit modernsten Produktionsanlagen ausgestattet. Auch außerhalb der saisonalen Spitzenzeiten geben Produktionsfilme Einblick in die Details der Herstellung unseres exklusiven Halloren Confiserie Sortimentes.

Eintrittspreis pro Person 7,00 EURO

Ab 19:00 Uhr besteht die Möglichkeit eines gemeinsamen Abendessens in der Gaststätte "Saalekahn", Ankerstraße 2, 06108 Halle (Saale) (am Hotel "Ankerhof").
Sonnabend, 24.01.2015
10:00 Uhr Dr. Ralf Wiechmann, Hamburg
Funde von Groß Strönnendorf, Ldkr. Nord West Mecklenburg, Sceattas und andere Besonderheiten
11:00 Uhr Stefan Moeller, Halle
Politische Konstellationen in der Münzprägung Kleinarmeniens (1100-1375)
11:45 Uhr Hans Friebe, Freiberg
Markmeißnische Pfennige, Hälblinge und Obole im 12.Jahrhundert.
12:15 Uhr Mittagspause
13:00 Uhr Ulf Lehmann, Herzberg
Münzprägung in Herzberg (Elster) anhand urkundlicher Quellen. Von der Legende zum Nachweis.
14:00 Uhr Wolfgang Pechstedt, Halle
Die Groschenfunde von Wesenitz und vom Paradeplatz (Halle)
14:45 Uhr Kaffeepause
15:00 Uhr Dr. Thomas Arnold, Geithain
Hohlpfennige aus der Münzstätte Melsungen
15:30 Uhr Horst Konietzko, Salzwedel
Vorstellung unbekannter Münzen

Rückblick 12. Colloquium, 24. und 25. Januar 2014 in Halle

Impressionen vom 12. Colloquium

Numismatischer Verein Halle e.V.
Stiftung Moritzburg. Landesmünzkabinett Sachsen-Anhalt
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

gemeinsam veranstaltet mit dem

Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas
Seminar für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit

12. Colloquium, 24. und 25. Januar 2014 in Halle
"Diagonal – Archäologie und Münzen"

Sehr geehrte Freunde der Mittelalternumismatik,

auch im Jahre 2014 möchten wir Sie und Ihre Freunde sehr herzlich zum nun 12. Treffen nach Halle am 24. und 25. Januar 2014 einladen.

Die Veranstaltung findet im
Melanchthonianum, Hörsaal B (Erdgeschoss) Universitätsplatz, 06108 Halle statt.

Eingebunden in die Tagung werden am Freitag, den 24. Januar, von 11.00 Uhr bis gegen 20.00 Uhr Ergebnisse des Seminars "Des Reiches Straßen und Münzen" vorgestellt. Der Eintritt ist frei und alle Interessenten sind bereits hier willkommen.

Das eigentliche Münzsammlertreffen wird wie gewohnt am Sonnabend, den 25. Januar 2014 von 10.00 Uhr bis gegen 16.00 Uhr im Melanchthonianun, Hörsaal B, stattfinden.

Parkmöglichkeiten sind ggf. auf dem Friedemann-Bach-Platz gegeben, bitte folgen Sie dem Parkleitsystem. Vom Bahnhof erreichen Sie die Universität mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle "Markt" mit mehreren Linien (ca. 8 Minuten Fußweg) bzw. bis zur Haltestelle "Moritzburgring" (von dort ca. 3 Minuten Fußweg).

Übernachtungsmöglichkeiten sind im Hotel Apart (Kohlschütterstraße 5-6, 06114 Halle, in unmittelbarer Nähe zum Landesmuseum für Vorgeschichte, http://www.apart-halle.de, Telefon: 0345-5259–0, Fax: 0345-5259–200, info@apart-halle.de) vorreserviert.
Bitte reservieren Sie bis zum 30.12.2013 mit dem Stichwort "Moritzburg" direkt im Hotel zum Sonderpreis für Tagungsteilnehmer: Einzelzimmer 59,- Euro, Doppelzimmer 79,- Euro (mit Frühstück).

Die Teilnehmergebühr für die Tagung am 25.1.2014 beträgt pro Teilnehmer 15,- Euro. Studenten haben freien Eintritt.

Organisation: Dr. B. Rothenhäußer (Trakehner Str.25, 06124 Halle/S., Tel. 0345-8041450/ 0173 1010920, mail: b.rothenhaeusser@gmx.de)

Freitag, 24.01.2014

Ergebnisse des Seminars "Des Reiches Straßen und Münzen"

Moderation
Prof. Dr. H.-G. Stephan, Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg, Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas, Seminar für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit

Sektion I
11:00 Uhr Stefanie Müller
Einhards Basilika Michelstadt
11:30 Uhr Claudia Schinauer
Die Kaiserpfalz Gelnhausen
12:00 Uhr Philipp Jung
Burg Wildenberg bei Preunschen
12:30 Uhr Stefan Hampel
Stiftskirche St. Peter & Alexander, Aschaffenburg
Sektion II
13:30 Uhr Michael Meyer
Neobiota in Mitteleuropa und die Tulpomanie in den Niederlanden
14.00 Uhr Janina Keel
Pest und Plagen - Krankheiten auf dem Wege
14:30 Uhr Martin Mütterlein
Via regia - Archäologie von Frankfurt bis Leipzig
15.00 Uhr Hans-Heiner Holtappels
Gastgewerbe an der Via regia
Sektion III
16:00 Uhr Lea McLaughlin
Geldzirkulation im 10. u. 11. Jh. Im mitteldeutschen Raum
16:30 Uhr Andre Naleppa
Der Schatzfund von Söllichau (bei Bad Düben)
17:00 Uhr Markus Schulze
Der Münzfund von Holleben
Sektion IV
18:00 Uhr Johannes Litzel M.A., Halle
Archäologie der Straßen. Eine Einführung
18:30 Uhr Harald Rosmanitz M.A., Partenstein
Die Ausgrabungen im Kloster Elisabethenzell im Spessart 2012/13. Ein Beitrag zur Archäologie einer Kulturlandschaft
19:30 Uhr Dipl. Geol. Christian Bündel, Würzburg
Zur Anwendbarkeit von LIDAR-Daten in der Land- und Flurformenkartierung am Kloster Einsiedel, Spessart

Abendessen gegen 20.00 Uhr, Reservierung in der Gaststätte „Strieses Biertunnel“, Eingang Schulstraße 2, 06108 Halle (200 Meter Fußweg)

Sonnabend, 25.01.2014

12. Colloquium Mittelalternumismatik
10.00 Uhr Begrüßung
10.15 Uhr Prof. Dr. Bernd Kluge, Berlin
Der lange Weg des Brakteatenschatzes von Egeln (1984) oder was ein Münzfund durch die deutsche Einheit erlebte
11.00 Uhr Jan-Erik Becker, M.A., Dresden
Der Brakteatenfund von Pegau (1906). Ein Beitrag zur Münzgeschichte der Benediktinerabtei Pegau am Beginn des 13. Jahrhunderts
11.30 Uhr Pause
11.45 Uhr Harald Rosmanitz M.A., Partenstein
Ein Skelett mit Münzhort aus dem Kloster Elisabethenzell im Spessart. Zur Aussagekraft eines Fundes in einem archäologisch untersuchten hochmittelalterlichen Kontext
12.30 Uhr Hans Friebe, Freiberg
Die Gewichte markmeißnischer Pfennige. Der Versuch einer metrologischen Studie
13.00 Uhr Pause
14.00 Uhr Dr. Thomas Arnold, Geithein
Ein Nordhäuser Brakteatenabguss auf einer Glocke und seine Aussage für Numismatik und Geldgeschichte
14.30 Uhr Alfred Knoke, Magdeburg
Zwei seltene Magdeburger Brakteaten
15.00 Uhr Dr. Stefan Moeller, Halle
Von Byzanz zu den Kreuzfahrern: die syrische Münzstätte Antiochia im 11. Jahrhundert
15.30 Uhr Pause
15.45 Uhr Horst Konietzko, Salzwedel
Vorstellung unbekannter Münzen

Ende der Veranstaltung gegen 16.30 Uhr

Rückblick 10. Colloquium, 20. und 21. Januar 2012 in Halle

10. Jahrestreffen des Freundeskreises Mitfelaltermünzkunde

Am 20. und 21.01.2012 fand das nunmehr 10. Jahrestreffen des Freundeskreises Mittelalternumismatik in Halle /Saale statt. Erste Teilnehmer fanden sich bereits am Freitag vor der eigentlichen Tagung zusammen, sie besuchten gemeinsam die sehr sehenswerte Sonderausstellung "Pompeji..." im Landesmuseum für Vorgeschichte und verbrachten den Abend in der traditionsreichen und gemütlichen Szenegaststätte "Zum Schad". Mit der Vermittlung des charmanten Apart-Hotels hatte Alfred Knoke den von weither Anreisenden eine wohltuend kultivierte Übernachtung ermöglicht.
Die eigentliche Tagung fand am Sonnabend, dem 21.01.2012 "wie bereits traditionell" in dem zur Universität zugehörigen "Burse zur Tulpe" statt und war technisch von den bewährten Helfern und Organisatoren Dr. Bernd Rothenhäußer und Dr. Monika Lücke bestens vorbereitet worden. Die Moderation oblag in bewährter Weise dem Kustos des Münzkabinetts der Moritzburg Halle, Ulf Dräger, der diese Funktion in gewohnter Souveränität versah.
Zur Einführung ließ Dr. Thomas Arnold die Anfänge und den Werdegang des Freundeskreises anlässlich des 10jährigen Bestehens Revue passieren, hierzu war er als Mitbegründer und Teilnehmer von Anfang an prädestiniert.
Dem eigentlichen ersten Fachvortrag hielt Dr. Wolfgang Zeuge aus Hamburg zum Thema "Der lübisch-hamburgische Münzfuß bis zur Einführung der Reichswährung 1572". Dabei wurden fundiert die Anfänge in Verbindung mit den historischen Geschehnissen um Lübeck und Heinrich den Löwen, die Entwicklung in der Blütezeit der Hansestädte bis zum Einsetzen der Talerwährung in der Neuzeit dargestellt und an gutem Bildmaterial verdeutlicht.
Der zweite Vortrag, gehalten von Dr. Hans-Dieter Dannenberg aus Potsdam, hatte eine wenig bekannte Gruppe extrem kleiner und leichter Brakteaten der Zeit um 1200 aus heute polnischen Gebieten zum Thema. Die sehr schwer zu deutenden Münzbilder erschlossen sich den Zuhörern durch die vorausgegangenen gründlichen Recherchen und Fotoarbeiten des Referenten, der zugleich das zum Thema erschienene Buch anbieten konnte.
Den dritten Vortrag, bereits nach der Mittagspause, hielt Wolfgang Pechstädt aus Halle, ein ausgewiesener Kenner von nahöstlicher und islamischer Numismatik. Mit seiner Vorstellung des entsprechenden Sammlungsbestandes an der Universität Halle an einigen gut erklärten Münzbeispielen wurde dieser sonst kaum beachtete fremde numismatische Bereich dem Publikum erschlossen.
Danach folgte ein Vortrag des als Byzanzspezialisten bekannten Dr. Stefan Moeller aus Halle zum Thema "Zwei unpublizierte Follares König Roger II. von Sizilien und ihr Umfeld". Das ebenfalls sehr sachkundig und gut verständlich dargestellte Thema vermittelte die sonst für den Zuhörerkreis weitgehend fremde Materie bestens und verhalf wieder einmal den Numismatikern zu einer großen Horizonterweiterung.
Der letzte Vortrag des Promovenden Axel Voigt aus Halle behandelte die Problematik der "Brakteaten als Kommunikationsmittel im Spiegel der hochmittelalterlichen Kolonisationsbewegung und die Rolle der Rohstoffverbreitung". Dabei entspann sich angesichts einiger zu überdenkender Standpunkte eine rege Diskussion, die - so ist zu hoffen - der noch zu erstellenden Arbeit von Nutzen sein kann.
Als letzter und seit Jahren bewährter Tagesordnungspunkt stellte der Leiter des Freundeskreises Horst Konietzko die ihm zugeleiteten und ihm selbst bekannten Inedita vor. Sie lösten zwar auch manche Diskussion aus, aber die Schwierigkeit der Fragestellungen konnte mehrheitlich zu keiner endgültigen Bestimmung führen. Dennoch konnten einige wenige Münzen exakt zugeordnet werden.
Gegen 16:00 Uhr klang das sehr gelungene und anregende Jahrestreffen aus. Mehrfach wurde in den Gesprächen der Wunsch, aber auch die Absicht deutlich, die oftmals wertvollen Vorträge in einer gesonderten Druckschrift zu sammeln und damit der Nachwelt zu erhalten.

Thomas Arnold

10. Kolloquium des Freundeskreises Mittelalternumismatik

Am 21.01.2012 in Halle/Saale trafen sich die Freunde der Mittelalternumismatik zu ihrem nun schon 10. Kolloquium, das nun schon traditionell mit einer Veranstaltung am Vorabend eröffnet wurde. Auf dem Programm stand diesmal eine Führung durch die einzigartige Pompeji-Ausstellung im Landesmuseum für Früh- und Vorgeschichte, an der wie auch am anschließenden Abendessen eine stattliche Anzahl von Interessierten zugegen war. Der Abend klang dann mit interessanten Gesprächen und Diskussionen beim Bier oder Wein aus.
Bevor am Sonnabendmorgen das Vortragsprogramm startete, wurden die Münzfreunde durch den Kustos des Landesmünzkabinettes, Ulf Dräger, und den Vorsitzenden des Numismatischen Vereins Halle, Dr. Walter Müller, begrüßt. Einer der Begründer des Freundeskreises, Dr. Thomas Arnold, stellte in seinem Grußwort noch einmal die Meilensteine auf dem Weg vom "Anhängsel" der Treffen der Thüringer Münzfreunde über den ersten Versuch eines eigenständigen Treffens im Jahre 2003 bis zur immer an Qualität und Interesse gewinnenden Veranstaltung der heutigen Tage. Gedankt sei in diesem Zusammenhang noch einmal den tragenden Kräften des Kolloquiums der Stiftung Moritzburg mit Herrn Ulf Dräger, der Martin-Luther-Universität-Halle mit Frau Dr. Monika Lücke sowie dem Numismatischen Verein Halle mit dem organisatorischen Kopf Herrn Dr. Bernd Rothenhäußer.
Die Reihe der Vorträge eröffnete Dr. Wolfgang Zeuge, Hamburg, mit seinem bemerkenswerten Beitrag zum "Lübisch-Hamburgischen Münzfuß bis zur Einführung der Reichswährung 1572". Ausführlich, mit zahlreichen Bildern und Tabellen bereichert, wurden die Stationen der Entwicklung von den Pfennigen über die Hohlpfennige, Witten-, Schilling- und Markemissionen bis zu den Talerprägungen dargestellt.
Im zweiten Hauptvortrag stellte Dr. Hans-Dieter Dannenberg, Potsdam, mit "Kleine Brakteaten des 13. Jahrhunderts aus Polen und Schlesien" eines seiner langjährigen numismatischen Betätigungsfelder vor, das inzwischen mit einer deutsch-polnischen Gemeinschaftsarbeit auch als Buch vorliegt. Die Diskussionen über die Interpretationen der Darstellungen auf den Brakteaten durch Dr. Dannenberg hielten traditionell auch noch bis in die Mittagspause an.
Der Nachmittag wurde mit 2 Kurzvorträgen fortgesetzt, die etwas aus den gewohnten deutschen Gefilden wegführten. Zunächst stellte Wolfgang Pechstedt, Halle, erste Erkenntnisse der Sichtung der Münzsammlung der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft vor, die sich in der Bibliothek des Orientalischen Institutes der Halleschen Universität befindet. Mit einigen Bildbeispielen und Erklärungen wurde versucht, eine Beziehung zur fremden Thematik zu entwickeln.
Der 2. Vortrag von Dr. Stefan Moeller behandelte das Münzwesen der Normannen in Unteritalien und Sizilien im 12. Jahrhundert. Die umfangreichen geschichtlichen Fakten wurden von Bildern und Erläuterungen zu zwei unedierten normannischen Follari abgerundet.
Den Abschluss des Vortragsprogrammes bildeten die Ausführungen von Axel Voigt, Halle, zu "Brakteaten als Kommunikationsmittel im Spiegel der hochmittelalterlichen Kolonisationsbewegung. Überlegungen zur Rohstoffverbreitung, den Materialbezugsquellen und Münzbildentwürfen".
Einer weiteren Tradition folgend, stellte Horst Konietzko, Salzwedel, bisher unbestimmte Münzen vor, die zum Teil auch diesmal Erklärungen aus dem Auditorium fanden.

Wolfgang Pechstedt

Rückblick 9. Colloquium, 21. und 22. Januar 2011 in Halle

Numismatischer Verein Halle e.V.
Stiftung Moritzburg. Landesmünzkabinett Sachsen-Anhalt
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

9. Colloquium, 21. und 22. Januar 2011 in Halle

Sehr geehrte Freunde der Mittelalternumismatik,

Auch im Jahre 2011 möchten wir Sie und Ihre Freunde sehr herzlich zum nun 9. Treffen nach Halle am 21. und 22. Januar 2011 einladen. Wie im letzten Jahr findet die Zusammenkunft

am Sonnabend, dem 22.01.2011 von 10:00 Uhr bis gegen 16:00 Uhr im Hallischen Saal in der "Burse zur Tulpe", Universitätsplatz 5, 06108 Halle (Saale) statt.

Parkmöglichkeiten sind ggf. auf dem Friedemann-Bach-Platz gegeben, bitte folgen Sie dem Parkleitsystem. Vom Bahnhof erreichen Sie die Universität mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle "Moritzburgring".

Für die bereits am Freitag, den 21.01.2011 anreisenden Gäste wird ein Auftaktprogramm angeboten.

Programm

Freitag, 21.01.2011
16:00 bis gegen 18:00 Uhr Führung durch die Ausstellung des Halloren- und Salinemuseums Halle (Mansfelder Straße 52, 06108 Halle, unweit des Hotels Ankerhof)

Die Geschichte der Stadt Halle an der Saale war über Jahrhunderte hinweg eng mit der Salzgewinnung verbunden. Voraussetzung dafür bot eine geologische Besonderheit, die "hallesche Marktplatzverwerfung", die seit dem Mittelalter die Förderung von hoch konzentrierter Sole aus 14 - 35 m tiefen Brunnen und die Anlage von zwei Salzwerken ermöglichte. Nach Einstellung der Salzproduktion 1964 wurden 1967/69 im Uhrenhaus und Siedehaus VI das Hallorenmuseum und die technische Anlage eröffnet. Trotz nachfolgender, umfangreicher Abbruchmaßnahmen hat sich ein industriegeschichtlich bedeutendes Ensemble mit Salinenarchitektur des 18. bis 20. Jahrhunderts erhalten, das zu den ältesten und bedeutendsten salinengeschichtlichen Denkmalen Deutschlands zählt.
Sowohl die mit der Soleförderung beschäftigten Bornknechte als auch die Siedemeister und Knechte in den Siedehäusern waren in Brüderschaften organisiert. Als eine der ältesten Berufsvereinigungen Deutschlands stellt die heute noch bestehende "Salzwirker- Brüderschaft im Thale zu Halle" eine Besonderheit dar. Deren anerkannte Stellung in der Stadt belegen Privilegien, eine charakteristische Festkleidung und zahlreiche kunsthandwerkliche Objekte. Der Kulturgeschichte der beiden halleschen Salinen widmet sich ein Teil der Ausstellung, ein weiterer Abschnitt zeigt die Technologie der Siedesalzgewinnung.
Das im Museum gewonnene "Original Hallore-Siedesalz" ist ökozertifiziert und wird nicht nur gern von Gästen des Hauses erworben, auch hallesche Bäcker, Fleischer und Ökobetriebe zählen zu unseren Kunden. Mit einer Jahresproduktion von 70 Tonnen ist das Halloren- und Salinemuseum der kleinste Salzproduzent Deutschlands und einziges nicht nur für Souvenirzwecke, sondern regulär produzierendes Museum in Europa.
19:30 Uhr Abendessen im Restaurant Kühler Brunnen (Große Nikolaistraße 2, 06108 Halle)
Einführung zum Gebäude Ulf Dräger
Über Dr. Rothenhäußer ist die Reservierung eines Zimmers im Hotel Ankerhof zu Sonderkonditionen möglich.
Sonnabend, 22.01.2011
10:00 Uhr Ulf Dräger, Halle, Kustos des Landesmünzkabinetts Sachsen-Anhalt; Dr. Walter Müller, Halle, Vorsitzender des Numismatischen Vereins Halle
Begrüßung
10:15 Uhr PhDr. Philipp Robinson Rössner, Leipzig
Die Leipziger Münzordnung von 1500. Globalwirtschaftliche Dimensionen und makrosoziale Konsequenzen der Talereinführung in Mitteleuropa
11:15 Uhr Dr. Jürgen Wild, Bad Säckingen
Schlotheim oder Mihla? - Überlegungen zur Zuordnung Thüringer Reiterbrakteaten mit Raddarstellungen
12:00 Uhr Holger Mehner, Marienberg
Ein besonderer hessischer Groschen im Münzfund von Aken
12:15 Uhr Hans Friebe
Vorstellung der neuen Publikation "Die Münzstätte Freiberg", Band II
12:30 bis gegen 14:00 Uhr Mittagspause. Das Mittagessen kann wieder in der Mensa am Universitätsplatz eingenommen werden.
ab 14:00 Uhr Kurzberichte
Dr. Stefan Moeller, Halle: Imitative byzantinische Kupfermünzen des 11. Jahrhunderts - Versuch einer Klassifikation und historischen Einordnung
Dr. Monika Lücke, Halle: Eine besondere numismatische Quelle: das wiederentdeckte Stolberger Stadtbuch
Horst Konietzko, Salzwedel: Ein Havelberger Groschen und Halbgroschen auf fränkischem Schlag
Dr. Thomas Arnold, Geithain: Neuigkeiten
15:00 Uhr Horst Konietzko
Vorstellung unbekannter Münzen
Interressierte Teilnehmer können gern ihre bisher nicht bestimmten Mittelaltermünzen in Bild und Text Herrn Konietzko im Vorfeld übersenden, die dann von ihm konzentriert und bei Wunsch anonym vorgestellt werden. Eine ausgedruckte Version liegt zur weiteren Diskussion dann vor.

Die Veranstalter bitten um einen Unkostenbeitrag von 10,- Euro.
Ihre Anmeldung ist erbeten an Dr. B. Rothenhäußer.

Rückblick 8. Colloquium, 22. und 23. Januar 2010 in Halle

Numismatischer Verein Halle e.V.
Stiftung Moritzburg. Landesmünzkabinett Sachsen-Anhalt
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

8. Colloquium, 22. und 23. Januar 2010 in Halle

Sehr geehrte Freunde der Mittelalternumismatik,

Auch im Jahre 2010 möchten wir Sie und Ihre Freunde sehr herzlich zum nun 8. Treffen nach Halle am 22. und 23. Januar 2010 einladen. Wie im letzten Jahr findet die Zusammenkunft

am Sonnabend, dem 23.01.2010 von 10:00 Uhr bis gegen 16:00 Uhr im Hallischen Saal in der "Burse zur Tulpe", Universitätsplatz 5, 06108 Halle (Saale) statt.

Parkmöglichkeiten sind ggf. auf dem Friedemann-Bach-Platz gegeben, bitte folgen Sie dem Parkleitsystem. Vom Bahnhof erreichen Sie die Universität mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle "Moritzburgring" (Linie 10 bis Markt; umsteigen in die Linie 3 oder 8 Richtung Kröllwitz oder Trotha).

Für die bereits am Freitag, den 22.01.2010 anreisenden Gäste wird ein Auftaktprogramm angeboten.

Programm

Freitag, 22.01.2010
16:00 bis gegen 18:00 Uhr Führung durch die Ausstellung in der Moritzburg Halle durch Herrn Ulf Dräger (Friedemann-Bach-Platz 5, 06108 Halle)

Contemplatio: Religiöse Kunst aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit

Im Gotischen Gewölbe der Burg, das sich unterhalb des Westflügels befindet, ist eine Ausstellung der Schnitzplastik des späten Mittelalters aus der mitteldeutschen Region zu sehen. Viele der dort präsentierten kostbaren Werke konnten kürzlich durch das Patenschaftsprojekt "Himmlische Helfer", mit dem Spenden für ihre Konservierung und Restaurierung eingeworben wurden, wieder ausstellungsfähig gemacht werden. Zu den Glanzstücken der Ausstellung gehören der restaurierte spätgotische Presseier Altar und der große Schnitzaltar aus der ehemaligen Zisterzienserkirche in Rothenschirmbach im Mansfelder Land. Die geschichtliche Entwicklung der Kirchenausstattung in Halle vom 13. bis zum 16. Jahrhundert wird am Beispiel von Steinfiguren, Tafelbildern, Kleinplastik und Kunsthandwerk dokumentiert. Zu den herausragenden Werken zählen dabei die Steinplastiken der Helena und des Mauritius vom historischen halleschen Rathaus und mehrere Tafelbilder aus der Reformationszeit. Hinzu kommen aus der kunsthandwerklichen Sammlung der Moritzburg wertvolle Einzelstücke, deren Entstehung bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. In mehreren Vitrinen wird die Münzkunst der Romanik und Gotik des mitteldeutschen Raumes vorgestellt. Insbesondere die Blütezeit der Brakteaten ist durch vorzügliche Beispiele aus der Sammlung des Landesmünzkabinetts präsentiert. Alle diese Werke bieten einen einzigartigen Einblick in das materielle und geistige Leben der Stadt Halle und ihres Umlands während des Mittelalters und der Frühen Neuzeit.
19:30 Uhr Abendessen im Restaurant Saalekahn am Hotel Ankerhof (Ankerstraße 2, 06108 Halle)
Über Dr. Rothenhäußer ist die Reservierung eines Zimmers im Hotel Ankerhof zu Sonderkonditionen möglich.
Sonnabend, 23.01.2010
10:00 Uhr Ulf Dräger, Halle, Kustos des Landesmünzkabinetts Sachsen-Anhalt
Begrüßung
10:15 Uhr Klaus Thieme, Lützschena
Die Zwickauer Königsbrakteaten
11:00 Uhr Manfred Olding, Osnabrück
Der Brakteatenfund von Zwickau in Böhmen
11:30 Uhr Jan-Erik Becker, Dresden
Die Pegauer Brakteatenprägung des Abtes Siegfried von Rekkin (1185-1223) und die Kriterien zu deren chronologischer Einordnung
12:00 Uhr Stefan Kötz, Tübingen
Das Münzrecht in Speyer im regionalen und überregionalen Kontext
12:30 bis gegen 14:00 Uhr Mittagspause. Das Mittagessen kann wieder in der Mensa am Universitätsplatz eingenommen werden.
ab 14:00 Uhr Kurzberichte
Dr. Moeller, Halle: Das Geld des Philaritus, ein unpublizierter byzantinscher Gußkupfer des 11 Jahrhunderts und sein historisches Umfeld
Rolf Grüne, Dresden: Ein herzoglich-sächsischer Denar und ein fürstlich-anhaltischer Brakteat. Zwei unbekannte Beischläge bekannter Typen
Alfred Knoke: unbekannte Magdeburger Hohlpfennige
Dr. Thomas Arnold, Geithain: Über die Bedeutung unedierter Streufundmünzen
15:00 Uhr Horst Konietzko
Vorstellung unbekannter Münzen
Interressierte Teilnehmer können gern ihre bisher nicht bestimmten Mittelaltermünzen in Bild und Text Herrn Konietzko im Vorfeld übersenden, die dann von ihm konzentriert und bei Wunsch anonym vorgestellt werden. Eine ausgedruckte Version liegt zur weiteren Diskussion dann vor.

Die Veranstalter bitten um einen Unkostenbeitrag von 8,- Euro.
Ihre Anmeldung ist erbeten an Dr. B. Rothenhäußer.

Rückblick 4. Colloquium, 28. Januar 2006 in Halle

Colloquium, 28. Januar 2006 in Halle

Sehr geehrte Freunde der deutschen Mittelalternumismatik,

anknüpfend an unser Treffen am 29.01.2005 möchten wir Sie erneut zu einem

Jahrestreffen des Freundeskreises Mittelaltermünzkunde

einladen.

Aus dem Jahrestreffen des letzten Jahres haben wir die Schlussfolgerung gezogen, dass wir für ein besseres Einhalten des Zeitplans sorgen müssen. Dementsprechend wird sich der Gesamtablauf der Tagung künftig etwas ändern. Folgende neue Festlegungen wurden von den Initiatoren getroffen:

  • Die Zahl der Vorträge wird verringert.
  • Der erste Vortrag sollte ein etwas größeres, gewichtiges Thema behandeln und darf daher auch umfangreicher sein.
  • Danach folgt eine kleinere Anzahl von kürzeren Beiträgen.
  • Im letzten Teil des Arbeitstreffens erfolgt die Diskussion und können auch nur ganz kurze Neuigkeiten mitgeteilt werden.
  • Die jeweilige Redezeit wird vorher festgelegt, der Tagungsleiter sorgt dafür, dass diese dann auch eingehalten wird.

Um genügend Möglichkeit für persönliche Gespräche zu haben, beginnt das Treffen bereits am Vortag, d.h. am Freitagnachmittag, dem 27.01.2006.

17:00 Uhr ist eine Führung durch die Sonderausstellung "Saladin und die Kreuzfahrer" im Landesmuseum für Vorgeschichte (Richard-Wagner-Straße 9, 06114 Halle, Haltestelle der Straßenbahn Linie 7 "Mozartstraße" oder anderer Linien "Reileck") angemeldet, in der natürlich auch hervorragende Brak-eaten präsentiert werden. Der Museumseintritt beträgt 5,00 €, die Teilnahme an der Führung ist ohne zusätzliche Kosten möglich.

Wir bitten Sie um eine kurze Rückinformation, wenn Sie an der Führung teilnehmen möchten, da bei mehr als 25 Teilnehmern eine zweite, parallel, stattfindende Führung gebucht werden muss.

Für die Teilnehmer, die bereits früher anreisen können, besteht die Möglichkeit, sich 16:00 Uhr im Museumscafe zu treffen.

Nach dem Museumsbesuch treffen wir uns 18:30 Uhr in der Gasthausbrauerei Schad, am Reileck (Reilstraße 10, 06114 Halle, Haltestelle mehrerer Linien der Straßenbahn "Reileck", 5 Minuten Fußweg vom Museum) zum Abendessen und zum Gedankenaustausch.

Die Übernachtung ist individuell zu organisieren, jedoch besteht auch die Möglichkeit, mit Hilfe des beigefügten Anmeldeformulars eine Übernachtung im Hotel Ankerhof zu buchen (5 Minuten Fußweg zur Moritzburg). Bei Buchung mit dem Anmeldeformular erhalten Sie einen ansehnlichen Rabatt.

In diesem Sinne möchten wir Sie herzlich einladen zu unserer Gesprächsrunde am

Sonnabend, dem 22.01.2004, ab 10.00 Uhr (bis etwa 15.00 Uhr)
im Talamt der Stiftung Moritzburg in Halle/Saale
Friedemann-Bach-Platz 5, 06108 Halle

Parkmöglichkeiten auf dem Friedemann-Bach-Platz; mit der Straßenbahnhaltestelle Moritzburgring).

Um einen Unkostenbeitrag von 15,00 Euro wird gebeten.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Thomas Arnold
Horst Konietzko
Ulf Dräger

Programm am 28.01.2006
10:00 Uhr bis 11:30 Uhr Dr. Josef Fischer: Der Hohlpfennigfund von Höckelheim
11:30 bis 11:50 Uhr Pause
11:50 Uhr Wolfgang Pechstedt: Zum Gebrauch von numismatischen Begriffen in Halleschen Urkunden des Mittelalters
12:20 Uhr Günter Ringel: Prager Groschen der Münzstätte Wolkenstein
13:00 bis 13:45 Uhr Pause. Mittagsimbiss wird am Tagungsort angeboten.
13:45 Uhr Reinhard Rehmann: Neue Erkenntnisse über die Brakteatenprägung Wichmanns von Seeburg
14:20 Uhr Horst Konietzko: Arneburg als Münzstätte der Nordmark Anfang des 12. Jahrhunderts
Diskussion
4. Treffen der Freunde der deutschen Mittelalternumismatik in Halle

Im passenden Ambiente, den Gotischen Gewölben der Moritzburg in Halle/S., fand am 28.01.2006 das jährliche Treffen der Freunde der deutschen Mittelalternumismatik, unter der Schirmherrschaft der Moritzburg, vertreten durch Ulf Dräger, statt. Vorausgegangen war am Vorabend eine geführte Besichtigung der Sonderausstellung "Saladin und die Kreuzfahrer" im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle. Diese sehr interessante Ausstellung, die zur Einstimmung auf den darauffolgenden Vortragstag gedacht war, klang in einem gemütlichen Gaststättenabend aus.
Der darauffolgende Vortragstag wurde geprägt durch den Hauptvortrag von Herrn Dr. des. Josef Fischer, Freiburg. Er referierte über die Auswertung des Münzfundes von Höckelheim, der mit ca. 17.000 mittelalterlichen Münzen und zwei Barren sicherlich zu einem der bedeutendsten gehört. Von Interesse war hier die systematische Aufarbeitung eines solch großen Fundes, wodurch die Verbreitung und das Einzugsgebiet der Münzen der einzelnen Münztypen dargestellt wurde. Diesem Vortrag folgten dann verschiedene Ausführungen zu numismatischen Forschungen. So ist der Vortrag von Wolfgang Pechstedt zu nennen, der sich mit dem Gebrauch numismatischer Begriffe in Halleschen Urkunden des Mittelalters beschäftigte. Hier konnte gezeigt werden, wie mittels einer Statistik Aussagen über den Wandel der Währungen getroffen werden konnten. Er präsentierte ergänzend eine kleine Ausstellung. Die folgende Ausführung zu einer möglichen Prägung Prager Groschen in Wolkenstein durch Günter Ringel gehörte zu einer viel diskutierten Problematik, die in den letzten Jahren mehrere Numismatiker beschäftigt haben. Hierbei wurden sowohl genealogische, als auch regionale und wirtschaftliche Gesichtspunkte diskutiert.
Bemerkenswert war auch der Vortrag von Reinhard Rehmann, der mit einem völlig neuen Ansatz die Brakteaten des Erzbischofs Wichmann von Seeburg der Biographie des Erzbischofs zuordnete. Dies erfolgte über Beizeichen und Symbolik, die den einzelnen Begebenheiten der Erzbischof-Biographie zugeordnet wurden. Es ist ein interessanter Versuch, aus Brakteatenbildern Geschichte abzulesen oder andererseits aus geschichtlichen Ereignissen eine zeitliche Zuordnung der Brakteaten zu ermöglichen.
Den Abschluss bildeten die Ausführungen von Horst Konietzko über die mögliche Münzstätte Arneburg. Es konnte überzeugend anhand von Funden nachgewiesen werden, dass es hier zu einer Ausprägung von Denaren gekommen sein kann. Mit seiner Schlussfolgerung stellte er allerdings die eingeführte Datierung mehrerer Funde in Frage.
Insgesamt kann eingeschätzt werden, dass es sich um eine gelungene Veranstaltung handelte, wie auch die regen Diskussionen der Teilnehmer bewiesen. Ist doch gerade das Aufeinanderprallen von gegensätzlichen Meinungen ein Beweis dafür, dass die einzelnen Themen von großem Interesse sind und die Ausführenden sich mit relevanten Fragestellungen beschäftigt haben.
Schon jetzt steht fest, dass die nächste Tagung am 27. Januar 2007 wieder in Halle stattfinden wird. Interessenten sind herzlich willkommen. Wir bitten um Mitteilung Ihrer Adresse und ggf. um das Thema eines Beitrages an Herrn Dr. B. Rothenhäußer.

Dr. B. Rothenhäuser

Rückblick 3. Colloquium, 22. Januar 2005 in Halle

Colloquium, 22. Januar 2005 in Halle

Sehr geehrte Freunde der deutschen Mittelalternumismatik,

anknüpfend an unser Treffen am 24.01.2004 möchten wir Sie erneut zu einem

Jahrestreffen des Freundeskreises Mittelaltermünzkunde

einladen.

Um die Diskussion nicht ausufern zu lassen, werden mit kurzen Diskussionsbeiträgen thematische Rahmensetzungen gegeben, jedoch sollen wiederum die Diskussion und der Gedankenaustausch Vorrang vor der Form eines herkömmlichen Vortrags haben. Vorträge im eigentlichen Sinne sind somit nicht vorgesehen. Wir wünschen uns aber eine rege Teilnahme in der Diskussion, die dann für alle Beteiligten sehr informativ sein kann.

In diesem Sinne möchten wir Sie herzlich einladen zu unserer Gesprächsrunde am

Sonnabend, dem 22.01.2005, ab 10.00 Uhr (bis etwa 15.00 Uhr)
im Talamt der Stiftung Moritzburg in Halle/Saale
Friedemann-Bach-Platz 5, 06108 Halle

Parkmöglichkeiten sind auf dem Friedemann-Bach-Platz gegeben, bitte folgen Sie dem Leitsystem. Vom Bahnhof erreichen Sie die Moritzburg mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle Moritzburgring

Als Diskussionsbeiträge erwarten wir:

  1. Holger Mehner: Gedanken zur Groschenprägung der Kurfürstin Margarete von Sachsen
  2. Jochen Schäfer: Ein bisher falsch zugeordneter Hohlpfennig der Münzstätte Fritzlar
  3. Dr. H.-D. Dannenberg: Denarprägungen in der Münzstätte. Jerichow um 1260

Pause

  1. Horst Konietzko: Arneburg als Münzstätte der Nordmark Anf. 12. Jh.
  2. Rolf Grüne: Die Münzsammlung im kulturhistorischen Museum Magdeburg
  3. Manfred Mehl: Bemerkungen zu Quedlinburger Brakteaten

Pause

  1. Günter Ringel: Prager Groschen der Münzstätte Wolkenstein
  2. Dr. Thomas Arnold: Eine wenig bekannte Hohlpfenniggruppe im mainfränkischen Raum Anfang des 15. Jahrhunderts

Die Veranstalter bitten um einen Unkostenbeitrag von 5,00 Euro. Das Mittagessen ist individuell zu gestalten, jedoch werden Möglichkeiten eines gemeinsamen Gaststättenbesuchs vor Ort mitgeteilt.

Mit freundlichen Grüßen
Horst Konietzko
Ulf Dräger

Rückblick 2. Colloquium, 24. Januar 2004 in Halle

Colloquium, 24. Januar 2004 in Halle

Sehr geehrte Freunde der deutschen Mittelalternumismatik,

anknüpfend an unser Treffen am 25.01.2003 möchten wir Sie erneut zu einem

Jahrestreffen des Freundeskreises Mittelaltermünzkunde

einladen.

Bereits Ende des Jahres 2001 hatte sich schon einmal in Leipzig eine Gruppe von Numismatikern zu einem Treffen verabredet in der Absicht, über die Fragen der mitteldeutschen Münzen des ausgehenden Mittelalters zu diskutieren. Schon bald zeigte sich dabei, dass die Beschränkung auf Spätmittelalter und ausschließlich ein Diskussionsforum kein Optimum darstellten. Zu stark war das zu beobachtende Interesse an der Mittelalternumismatik schlechthin. Auch der Wunsch nach einer Fortsetzung solcher Treffen war so groß, dass der Gedanke an periodische Veranstaltungen Gestalt annahm.

Daraufhin traf sich der gleiche Kreis und eine ganze Anzahl weiterer Interessenten am 25.01.2003 in Halle zum Gedankenaustausch über Themen des mittelalterlichen Münzwesens im mitteldeutschen Raum. Wiederum wurde deutlich, dass das Interesse groß genug ist, einen noch weit größeren Personenkreis anzusprechen und den Zeitrahmen eines Tages bereitzustellen.

Als richtig hatte sich erwiesen, kurze Beiträge als Anstöße für Diskussionen und weitere Beiträge festzulegen. Wie immer soll auch jetzt wieder für zusätzliche spontane Beiträge Spielraum gegeben werden. Es geht in der vorgesehenen Veranstaltung nicht mehr nur um das ausgehende, sondern das gesamte Mittelalter, nicht mehr nur um Meißen und Thüringen, sondern um Deutschland insgesamt. Aufgrund vieler bekannter, voraussehbarer Teilnehmer wird aber ein gewisses Übergewicht für den mitteldeutschen Raum zu prognostizieren sein, wie auch schon die hier mitgeteilten Themen erkennen lassen.

Um die Diskussion nicht ausufern zu lassen, werden mit kurzen Diskussionsbeiträgen thematische Rahmensetzungen gegeben, jedoch sollen wiederum die Diskussion und der Gedankenaustausch Vorrang vor der Form eines herkömmlichen Vortrags haben. Vorträge im eigentlichen Sinne sind somit nicht vorgesehen. Wir wünschen uns aber eine rege Teilnahme in der Diskussion, die dann für alle Beteiligten sehr informativ sein kann.

In diesem Sinne möchten wir Sie herzlich einladen zu unserer Gesprächsrunde am

Sonnabend, dem 24.01.2004, ab 10.00 Uhr (bis etwa 14.00 Uhr)
im Talamt der Stiftung Moritzburg in Halle/Saale
Friedemann-Bach-Platz 5, 06108 Halle

Parkmöglichkeiten sind auf dem Friedemann-Bach-Platz gegeben, bitte folgen Sie dem Leitsystem. Vom Bahnhof erreichen Sie die Moritzburg mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle Moritzburgring

Als Diskussionsbeiträge erwarten wir:

  1. Dr. Cornelius Hornig: Der sensationelle Groschenfund von Aken
  2. Dirk Höhne: Brakteaten an der Glocke der Kirche von Sylbitz um 1200?
  3. Ulf Dräger: Ein rätselhafter Münzfund (Abfallgrube des Lutherhauses) 2003

Pause

  1. Horst Konietzko: Die Hohlpfennige von Gardelegen
  2. Günther Röblitz: Bezeichnung der Sorten von Meißner Groschen
  3. Paul Lauerwald: Die mittelalterliche Münzstätte Worbis im Eichsfeld

Pause

  1. H.-Dieter Dannenberg: Anhaltische und Niederlausitzer Brakteaten aus der Zeit um 1300 im Vergleich
  2. Jochen Schäfer: Fritzlar - Herkunftsort eines bisher vermeintlichen Heiligenstädter Hohlpfennigs

Die Veranstalter bitten um einen Unkostenbeitrag von 5,00 Euro. Das Mittagessen ist individuell zu gestalten, jedoch werden Möglichkeiten eines gemeinsamen Gaststättenbesuchs vor Ort mitgeteilt.

Mit freundlichen Grüßen
Horst Konietzko
Ulf Dräger

Zum Geleit

Zum Geleit

Bei den Jahrestreffen der Gesellschaft für Thüringer Münz- und Medaillenkunde im Thüringer Städtchen Neustadt an der Orla hatte sich im Laufe der 1990er Jahre der Brauch herausgebildet, dass ein nicht fest umrissener kleiner Personenkreis mit besonderem Interesse an der Mittelalternumismatik regelmäßig einige Stunden vor dem offiziellen Beginn zusammenkam, um genug Zeit für den individuellen Gedankenaustausch zu haben. Denn, hatte die Tagung erst einmal begonnen, so reichten meist die Pausen nicht, mit jedem Gleichgesinnten ausgiebig zu sprechen.
Als dieses individuelle Zusammentreffen einmal im Herbst 2001 nicht zustande gekommen war, wurde das von verschiedenen Seiten in einem solchen Maße bedauert, dass die Berechtigung deutlich wurde, ein gesondertes Ersatztreffen zu veranstalten.
Dies gestaltete sich allerdings schwieriger als gedacht, denn in der dafür vorgesehenen Stadt Leipzig wollte jede Gaststätte, die einen Raum dafür zur Verfügung stellen sollte, auch eine Umsatzgarantie erhalten. Schließlich wurde mit dem Eingreifen von Heidi Höhn der erfolglosen Suche ein Ende bereitet: Sie telefonierte kurz mit dem Hotel Mercure, in dem auch die Leipziger Auktionen damals stattfanden - und das Raumproblem war gelöst. War erst einmal Grundsätzliche geklärt, Tagungsort und Zeitpunkt standen mit dem 14.12.2001 im Hotel Mercure fest, so war es auch sinnvoll, den einzuladenden Personenkreis etwas weiter zu fassen. Das heißt, die Einladung erging nun auch an befreundete und bekannte Numismatiker, die zu den Thüringer Jahrestreffen nicht gekommen waren. Die Resonanz war über alle Erwartungen gut, es kamen alle Eingeladenen und die Gespräche wollten kein Ende finden.
Wie im Einladungsschreiben vereinbart, handelte es sich nicht um eine Vortragsveranstaltung, sondern um eine Gesprächsrunde ohne feste Themenstellung. Als es schließlich ans Verabschieden ging, wurde von allen Seiten der Wunsch laut, derartige Treffen weiter zu führen. Die Mittelalternumismatik übt offenbar eine ganz besondere Anziehungskraft aus. So musste noch eine Trägerschaft gefunden werden, um möglichst auf niemandes Schultern eine zu hohe Belastung entstehen zu lassen. Schließlich erhielt der zum Leiter des künftigen "Arbeitskreises Mittelaltermünzkunde" ernannte Horst Konietzko die Zusage, dass das Münzkabinett Halle mit seinem Leiter Ulf Dräger die Trägerschaft übernehmen würde und dass man hier alle Unterstützungen im Rahmen der Möglichkeiten geben würde. Daraufhin wurde ein Zeitpunkt gefunden, zu dem sich die Kollisionsmöglichkeiten mit Terminen des Münzhandels noch in Grenzen hielten - Ende Januar. Das erste von inzwischen 9 Jahrestreffen fand daraufhin am 23.01.2003 in der Moritzburg in Halle statt. Die Anziehungskraft des Mittelalters und die erfreuliche Resonanz aus breiten Kreisen der deutschen Numismatik bestätigten sich immer aufs Neue. Hinzu kam, dass der Hausherr des Freundeskreises, Ulf Dräger, bestens mit der vielschichtigen und äußerst reichen kulturellen Szene der Stadt Halle vertraut ist und somit immer wieder eindrucksvolle Bereicherungen der Tagung insbesondere durch Museums- und Gaststättenbesuche vermitteln konnte.
Auf diesem Wege hat sich der Arbeitskreis Mittelalternumismatik innerhalb eines Jahrzehnts nicht nur gefestigt, sondern sich geradezu zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Aus verschiedensten Gegenden Deutschlands kommen Numismatiker sowohl aus dem professionellen Sektor, als auch aus dem Handel und natürlich zahlreich aus der versierten Fraktion der Laien und bietet Jahr für Jahr ein breites Spektrum an Themen und Forschungsergebnissen dar. Dem bisherigen, schon mehrfach beklagten Umstand, dass diese Beiträge meist interessiert verfolgt, dann aber doch schnell wieder vergessen werden, soll nun mit dem hier vorgelegten ersten Berichtsband abgeholfen werden.
Wenn möglich wurden die im Lauf der Jahre gehaltenen Vorträge oder Diskussionsbeiträge hier in einer Kurzfassung widergegeben oder, sofern andernorts bereits eine Publikation erfolgt ist, wird auf diese verwiesen. Auf diesem Wege wird schnell sichtbar sein, wie erstaunlich viele wertvolle Detailerkenntnis vor allem aus den Reihen der nichtprofessionellen Numismatiker zu diesen Jahrestagungen bereits erarbeitet und bekannt gegeben worden ist. Die Redaktion hofft damit aber auch, allen Numismatikern, die bisher noch Zurückhaltung geübt haben, Mut machen zu können, die eigenen Arbeitsergebnisse einer größeren Zuhörerschar zur Diskussion zu stellen. So wünschen die Herausgeber und die Redaktionsmitglieder der neuen Schrift eine wohlwollend gute Aufnahme und der "guten Sache" weiterhin einen erfolgreichen Verlauf.

Dr. P. Arnold

Der Wunsch von Vorstand wie auch vielen Mitgliedern, die oft schwer erarbeiteten wissenschaftlich wertvollen Beiträge zu den seit 10 Jahren alljährlich abgehaltenen Jahrestagungen des Freundeskreises Mittelaltermünzkunde vor dem Vergessenwerden zu bewahren, ist nicht neu. Er ist in allen Jahren immer wieder neu ausgesprochen worden. Erst das herannahende 10jährige Jubiläum führte zu ernsthaften Überlegungen darüber, wie das Unterfangen zu verwirklichen sein sollte. So stellte es sich heraus, dass manche Vorträge unrettbar als verloren gelten müssen, z.B. wenn der Autor zwischenzeitlich verstorben ist. Weitere Beiträge sind beim besten Willen nicht vom Verfasser in einer zum Druck geeigneten Form zu erhalten. Wieder andere sind bereits anderweitig veröffentlicht und schließlich gibt es eine Gruppe, bei der wir wenigstens über eine Kurzfassung verfügen.

Die vorliegende Schrift wird sich somit in folgende Teile gliedern:
Insgesamt wird keine vollständige Erfassung der gehaltenen Vorträge mehr möglich sein. Vorstellbar ist aber, dass weitere Verluste durch künftige gezielte Bemühungen zu einem weit größeren Anteil vermieden werden, als das bisher der Fall war. Und zugleich darf erwartet werden, dass der eine oder andere als verschollen erachtete Beitrag doch noch den Weg in diese Publikationsstelle findet. Die Redaktion hofft, dass die hier vorgelegten Resultate motivierend dahingehend wirken, künftig besser die Inhalte der Vorträge für die Zukunft zu liefern.

Nachstehend sind die im Laufe der Zeit gehaltenen Vorträge aufgelistet.

25.01.2003
  1. Manfred Mehl: Einige Probleme der aktuellen numismatischen Forschung zur Abtei Quedlinburg
  2. Ulf Dräger: Vorstellung von Inedita bei den Mittelaltermünzen des Münzkabinetts der Staatlichen Galerie Moritzburg
  3. Heidrun Höhn: Neue Fragen in der Brakteatenforschung Mitteldeutschlands
  4. Thomas Arnold: Der Judenkopf als Bildmotiv mittelalterlicher meißnisch-thüringischer Gepräge
24.01.2004
  1. Cornelius Hornig: Der sensationelle Groschenfund von Aken
  2. Dirk Höhne: Brakteaten an der Glocke der Kirche von Sylbitz um 1200?
  3. Ulf Dräger: Ein rätselhafter Münzfund (Abfallgrube des Lutherhauses) 2003
  4. Horst Konietzko: Die Hohlpfennige von Gardelegen
  5. Günther Röblitz: Bezeichnung der Sorten von Meißner Groschen
  6. Paul Lauerwald: Die mittelalterliche Münzstätte Worbis im Eichsfeld
  7. Hans-Dieter Dannenberg: Anhaitische und Niederlausitzer Brakteaten aus der Zeit um 1300 im Vergleich
22.01.2005
  1. Holger Mehner: Gedanken zur Groschenprägung der Kurfurstin Margarete von Sachsen
  2. Jochen Schäfer: Ein bisher falsch zugeordneter Hohlpfennig der Münzstätte Fritzlar
  3. H.-D. Dannenberg: Denarprägungen in der Münzstätte. Jerichow um 1260
  4. Horst Konietzko: Arneburg als Münzstätte der Nordmark, Anfang des 12.Jahrhunderts
  5. Manfred Mehl: Bemerkungen zu Quedlinburger Brakteaten
  6. Rolf Grüne: Die Münzsammlung im kulturhistorischen Museum Magdeburg
  7. Günter Ringel: Prager Groschen der Münzstätte Wolkenstein
  8. Thomas Arnold: Eine wenig bekannte Hohlpfenniggruppe im mainfränkischen Raum Anfang des 15. Jahrhunderts (Vortrag ist ausgefallen, wurde 2007 gehalten, s. Dort)
27.01.2006
  1. Josef Fischer: Der Hohlpfennigfund von Höckelheim
  2. Wolfgang Pechstedt: Zum Gebrauch von numismatischen Begriffen in Halleschen Urkunden des Mittelalters
  3. Günter Ringel: Prager Groschen der Münzstätte Wolkenstein
  4. Reinhard Rehmann: Neue Erkenntnisse über die Brakteatenprägung Wichmanns von Seeburg
  5. Horst Konietzko: Arneburg als Münzstätte der Nordmark Anfang des 12. Jahrhunderts
27.01.2007
  1. Manfred Mehl: Die Anfänge der Münzprägung in Magdeburg und Halle
  2. Wolfgang Fried: Zwei seltene Denare aus Bremen und Verdun
  3. Dietrich Schmitzdorf: Die Münzstätte Mundburg
  4. Thomas Arnold: Eine wenig bekannte Hohlpfenniggruppe im mainfränkischen Raum Anfang des 15. Jahrhunderts
  5. Hans-Dieter Kuhndt: PETUS Dünnpfennige
26.01.2008
  1. Manfred Mehl: Die Anfänge der Münzprägung in Halle und auf dem Giebichenstein
  2. Peter Ilisch: Merseburg als Münzstätte von Hochrandpfennigen
  3. Hans-Dieter Dannenberg: Neues zu Brandenburger Adlerhohlpfennigen
  4. Sebastian Steinbach: 30.000 Pfennige für das Seelenheil - die Synode von 1005 und die Münzprägung in der späten Ottonenzeit
  5. Hans-Dieter Kuhndt: Halberstädter Dünnpfennige (Sixtus-Pfennige)
24.01.2009
  1. Heiner Lück: Das Münzregal in mittelalterlichen Rechtsquellen
  2. Sebastian Steinbach: "... für einen Esel und guten Wein" die Reisekostenrechnung eines süddeutschen Bischofs um 1200
  3. Stefan Moeller: Die mittelbyzantinische Münzstätte des Paristrions
  4. Manfred Mehl: Die Brakteaten des Harz-Vorlandes
  5. Rainer Cunz (R. Lehmann, Inst. f. Anorg. Chemie Hannover; R. Cunz Niedersächsisches Münzkabinett der Deutschen Bank): Material- und werkstoffkundliche Untersuchungen an spätmittelalterlichen Silberbarren. Erste Ergebnisse einer interdisziplinären Kooperation
23.01.2010
  1. Klaus Thieme: Die Zwickauer Königsbrakteaten
  2. Manfred Olding: Der Brakteatenfund von Zwickau in Böhmen
  3. Jan-Erik Becker: Die Pegauer Brakteatenprägung des Abtes Siegfried von Rekkin (1185- 1223) und die Kriterien zu deren chronologischer Einordnung
  4. Stefan Kötz, Tübingen: Das Münzrecht in Speyer im regionalen und überregionalen Kontext
  5. Stefan Moeller, Halle: Das Geld des Philaritus, ein unpublizierter byzantinscher Gußkupfer des 11 Jahrhunderts und sein historisches Umfeld
  6. Alfred Knoke: Unbekannte Magdeburger Hohlpfennige
  7. Thomas Arnold: Über die Bedeutung unedierter Streufundmünzen
22.01.2011
  1. Ulf Dräger: Die Leipziger Münzordnung von 1500.
  2. Robinson Philipp Rössner: Global wirtschaftliche Dimensionen und makrosoziale Konsequenzen der Talereinfuhrung in Mitteleuropa
  3. Jürgen Wild: Schlotheim oder Mihla? Überlegungen zur Zuordnung Thüringer Reiterbrakteaten mit Raddarstellungen
  4. Stefan Moeller: Imitative byzantinische Kupfermünzen des 11. Jahrhunderts - Versuch einer Klassifikation und historischen Einordnung
  5. Holger Mehner: Ein besonderer hessischer Groschen im Münzfund von Aken
  6. Horst Konietzko: Ein Havelberger Groschen und Halbgroschen auf fränkischem Schlag
  7. Thomas Arnold: Neuigkeiten 2012
22.01.2012
  1. Wolfgang Zeuge: Der Lübisch-Hamburgische Münzfuß bis zur Einführung der Reichswährung 1572
  2. Hans Dieter Dannenberg: Kleine Brakteaten des 13. Jahrhunderts aus Polen und Schlesien
  3. Wolfgang Pechstedt: Die Münzsammlung der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft Halle
  4. Stefan Moeller: Zwei unpublizierte Follares König Roger II. von Sizilien und ihr Umfeld
  5. Axel Voigt: Brakteaten als Kommunikationsmittel im Spiegel der hochmittelalterlichen Kolonisationsbewegung. Überlegungen zur Rohstoff-Verbreitung, den Materialbezugsquellen und Münzbildentwürfen
26.01.2013
  1. Dr.Sebastian Steinbach: Zwischen Kunst und Handwerk - Überlegungen zu Leben und Wirken des Brakteatenstempelschneiders LVTEGER von Altenburg
  2. Holger Mehner: Der Groschenfund von Aken
  3. Prof. Dr. Bernd Kluge: Zweihundert Jahre Mittelalternumismatik in Deutschland: Was war; was ist; was bleibt
  4. Dr. Manfred Mehl: Münz- und Geldgeschichte des Bistums Merseburg im Mittelalter
  5. Hans Friebe: Ein früher Freiberger Münzmeister? Anmerkungen zum Brakteaten "Schwindowski 326"
  6. Heike Bartel: Ottonische Münzprivilegien - ein Werkstattbericht

Konstituierung eines Freundeskreises Münzkunde des Mittelalters

Konstituierung eines Freundeskreises Münzkunde des Mittelalters

Vor rund einem Jahr traf sich in Leipzig eine kleine Schar Numismatiker mit der Absicht, sich über die meißnisch-thüringischen Münzen des ausgehenden Mittelalters auszutauschen. Schon während der Diskussion zeigte sich, dass das Rahmenthema zu eng gewählt war und auch die Beschränkung auf ein reines Diskussionsforum kein Optimum darstellte. Indessen war das Interesse an der Mittelalternumismatik so groß, dass der Wunsch nach einer Fortsetzung dieses Gedankenaustausches immer wieder geäußert wurde. Diesem Bedürfnis soll nun mit einer verändert konzipierten Gesprächsrunde Rechnung getragen werden. Es geht in der vorgesehenen Veranstaltung nicht mehr nur um das ausgehende, sondern das gesamte Mittelalter, nicht mehr nur um Meißen und Thüringen, sondern mindestens um den größeren mitteldeutschen Raum, wenn nicht Deutschland insgesamt.
Um die Diskussion nicht ausufem zu lassen, werden mit kurzen Diskussionsbeiträgen thematische Rahmensetzungen gegeben, jedoch sollen wiederum die Diskussion und der Gedankenaustausch Vorrang vor der Information mittels eines Vortrags haben. Vorträge im eigentlichen Sinne sind somit nicht vorgesehen. Wir wünschen uns aber eine rege Teilnahme in der Diskussion, die dann für alle Beteiligten sehr informativ sein kann.
In diesem Sinne möchten wir Sie herzlich einladen zu unserer Gesprächsrunde am Sonnabend, dem 25.1.2003, ab 10:00 Uhr (bis etwa 14:00 Uhr) im Landesmünzkabinett Sachsen-Anhalt der Staatlichen Galerie Moritzburg, Friedemann-Bach-Platz 5, 06108 Halle/Saale (Parkplatz im Leitsystem Friedemann-Bach-Platz vor dem Haus; mit der Bahn vom Hauptbahnhof Linie 7 in Richtung Kröllwitz bis zur Haltestelle Moritzburgring).

Zur Diskussion werden sprechen:

  • Manfred Mehl: Einige Probleme der aktuellen numismatischen Forschung zur Abtei Quedlinburg
  • Ulf Dräger: Vorstellung von besonderen Geprägen und von Inedita aus der Mittelaltersammlung des Landesmünzkabinetts Sachsen-Anhalt
  • Heidrun Höhn: Neue Fragen in der Brakteatenforschung Mitteldeutschlands
  • Thomas Arnold: Der Judenkopf als Bildmotiv mittelalterlicher meißnisch-thüringischer Gepräge

Weitere Beiträge sind ausdrücklich erwünscht.

Beste Wünsche für ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes 2003,
Dr. Thomas Arnold, Robert-Koch-Str. 17, 04643 Geithain
Ulf Dräger, Staatliche Galerie Moritzburg, Friedemann Bach Platz 5, 06108 Halle